Jeder ist seines eigenes Glückes Schmied

 


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Krankenhausaufenthalt mit folgen

Meine Tochter (6) war bei ihrer Freundin zum Geburtstag eingeladen, meine Mutter bot mir an das mein Sohn (10) bei ihr das Wochenende verbringen kann. Wau, toll ein Nachmittag für mich. Ich freute mich, da ich fast ausschließlich nur mit arbeiten gehen, Haushalt und Kinder beschäftigt war. Ihr Vater interessierte sich nicht für seine Kinder und zahlte auch nie Unterhalt, so daß ich auf mich allein gestellt war. Samstagnachmittag die Sonne scheint, meine Kinder gut aufgehoben, ab ins Auto und raus aus der Stadt. Ich kam aber nicht weit

 Ein anderer Autofahrer hatte was dagegen, er stritt sich mit seiner Frau im Wagen und achtete nicht auf den Verkehr. Vor einer roten Ampel war er der Meinung, ich sollte fahren und schob mich quer über die Straße, die Böschung hinunter. Nachdem die Sanitäter mich aus dem Auto geholt haben, kam ich erstmal ins Krankenhaus, zur Untersuchung. Man stellte fest das ich einen Haarriss an der Wirbelsäule hatte und ein Schleudertrauma. Glück im Unglück, mein Auto konnte man kaum noch erkennen. Ich mußte meine Mutter informieren, das ich die Nacht im Krankenhaus bleiben mußte. Der Schock vom Unfall hing mir noch in den Knochen, da kam auch schon der nächste. Sie war dazu bereit eine Nacht meine Tochter zunehmen, morgen bist du aber wieder da! Es kam aber anders, den nächsten Tag mußte ich nochmal zum Röntgen, weil auf dem einem Bild etwas war, das geprüft werden mußte. Das ich einen Knoten in der Brust hatte, wußte ich schon von meinem Frauenarzt, jetzt hat er sich aber verformt. Die große Frage, durch den Autounfall oder schon vorher? Natürlich mußte ich meiner Mutter bescheid geben das ich noch nicht entlassen werde, die Reaktion hat mich echt umgehauen. Meine Kinder standen beide genau neben ihr, als sie mir mit pikierter Stimme erklärte, den Jungen kann ich nehmen, aber das Mädchen , nein, das geht nicht. Sie hat genau die gleiche Abneigung gegen meine Tochter, wie gegen mich. Wie kann sie das einen kleinen Mädchen nur antun, nicht schon schlimm genug das die Mutter im Krankenhaus liegt, jetzt mußte sie auch noch mitbekommen, das sie bei ihrer Oma unerwünscht ist. Das hat tiefe Narben hinterlassen, bis heute, Oma ist wie ein rotes Tuch.Als ich das Gespräch darauf bringen wollte, das ich angst vor der Op hatte, blockte sie immer, alles war interesanter, sie erzählte und erzählte und dann kam Tschüß machs gut. Ich war doch zu jung um Brustkrebs zuhaben, dachte ich immer nur. die gesammte Brust hätte man abgenommen, wenn der Knoten bösartig gewesen wäre. Mit wem konnte ich darüber reden? Ich hatte niemanden, jeder hatte mich, aber ich hatte niemanden. Ich heulte mich jede Nacht in den Schlaf, es war grausam fest zu stellen, das es niemanden gibt der zuhört. Als der Optermin kam war ich nur noch ein einziges Nervenbündel. Der Knoten war Gutartig, gott sei dank.Es war aber nichts mehr so wie früher, alles hat sich verändert. Meine "Freunde", ja sie freuten sich alle als ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Es hat aber keiner gefragt, und ich habe meine Lehre daraus gezogen. Der Tag kam, kannst du mal dieses und jenes. Sie waren total empört, als ich nein sagte, das könnte ich doch machen, wir sind doch "Freunde". Eine sehr einseitige Freundschaft finde ich, da ich nicht mehr so funktioniert habe, war ich schnell allein (besser).

Meine Mutter hat 12 Jahre später zu mir gesagt, du weißt ja wie das ist wen einem die Brust abgenommen wird. Ihre Freundin (58) wurde die Brust abgenommen, sie war so voller Mitgefühl, ich hätte kotzen können. Da es das erstemal war das sie das erwähnt hat, habe ich sie aufgeklärt, mein Knoten war Gutartig. Sie war total brüskiert.

 

 

20.3.06 21:18
 


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